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Jameos del Agua Drucken E-Mail

Symbol der Jameos del Agua Die Jameos del Agua entstand vor etwa 3000 Jahren als brodelndes Magma aus dem Monte Corona den nordöstlichen Teil der Insel bedeckte. Das Magma an der Oberfläche erkaltete rasch. Aber unterhalb der festen Basaltschicht floß das flüssige Magma weiter und erkaltete erst im Meer. Als der Nachschub an flüssigem Magma ausblieb, floß das noch vorhandene flüssige Magma nach und hinterließ den größten Lavastollen der Welt. Er hat eine Länge von acht Kilometern und setzt sich bis in den Atlantik fort. Es bildeten sich zwei der interessantesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Die Cueva de los Verdes und die Grotten Jameos del Agua.

In der Nähe des Atlantiks ist die Höhle an zwei Stellen eingestürzt. Dort entstanden die Jameos del Agua. Mit Wasser gefüllte Hohlräume. Zwischen diesen liegt ein unterirdischer See, der salzhaltiges Wasser enthält und mit den Gezeiten steigt beziehungsweise sinkt. Ein klares Indiz für eine Verbindung zum Meer.

Die James del Agua wurde bereits 1968 von Cesar Manrique als touristische Attraktion gestaltet. Über eine Steintreppe gelangt man in den Jameo Chico hinab. Einen von Farnen eingerahmten Felsensaal. Hier entstand im Fels ein Restaurant. Interessantes findet sich auf dem WC, weshalb dort ein stetiges Kommen und Gehen herrscht.
Unterhalb des Restaurants befindet sich der Lagunensee. Er wirkt am Besten, wenn das Sonnenlicht durch die Öffnung in der Decke auf den See fällt. Um den See herum führt ein schmaler Steinpfad. Auf diesem kann man den "weißen Mönch" beobachten. Eine kleine, weiße blinde Krebsart, die endemisch nur in diesem See vorkommt.
Über eine Steintreppe geht es zum Jameo Grande hinauf. Dem größeren der beiden Hohlräume. Unter freiem Himmel findet sich das von Palmen eingerahmte weiße Schwimmbecken.
Über eine weitere Treppe gelangt man auf die Galerie, die einen herrlichen Ausblick auf die Jameo Grande bietet. Auf der Galerie befindet sich auch die letzte Station des Rundgangs. Die Casa de los Volcanes. Ein wissenschaftliches Zentrum für die Erforschung vulkanischer Aktivität. Hier findet der Besucher viele Informationen über den Vulkanismus auf Lanzarote.

Abends finden in dem Konzertsaal der Jameos del Agua regelmäßig Tanz- und Folkloredarbietungen statt.

Wissenswertes über den weißen Mönch

Die Wissenschaft vermutet, das der weiße Mönch von einer Krebsart abstammt, die in einem ozeanischen Graben in 3000 Metern Tiefe lebt. Wahrscheinlich wurden sie bei einem unterseeischen Vulkanausbruch an die Oberfläche gespült und haben sich im See einen ruhigen Platz zum Überleben gesucht.

Leider geht ihr Bestand seit der touristischen Erschliessung stetig zurück. Rückstände von Farben, Reinigungsmittel und der Einsatz von Pestiziden gegen den Algenwuchs haben den Bestand dezimiert. Auch die als Glücksbringer in den See geworfenen Münzen sind für den Rückgang der Population verantwortlich. Trotzdem auf Schildern auf diesen Umstand hingewiesen wird, findet sich eine Unzahl an Münzen im See.

Jameos Chico und Jameos Grande
Jameos Chico und Jameos Grande
Jameos Chico und Jameos Grande
Jameos Chico und Jameos Grande
 
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